Seit der Coronavirus sich auf der ganzen Welt verbreitet hat, ist auch die Anzahl der Meldungen durch besorgte Whistleblower in Europa gestiegen. WhistleB, der schwedisch-europäische Anbieter von Whistleblowing-Lösungen, hat festgestellt, dass die Anzahl der Meldungen von Januar bis Mai sogar um 40 Prozent gestiegen ist.

WhistleB schätzt, dass im Durchschnitt knapp über zwei Whistleblowing-Meldungen pro 1.000 Beschäftigten in einem normalen Jahr gesendet werden. Insgesamt führen etwa 60 Prozent dieser Meldungen zu Untersuchungen oder weiteren Maßnahmen. In den vergangenen Monaten zeigten sich jedoch völlig andere Tendenzen bei der Anzahl der Meldungen.

„In Gesprächen mit unseren Kunden haben wir erfahren, dass in mehreren europäischen Ländern bedeutend häufiger Bedenken gemeldet wurden – die Zahl stieg von ca. 750 auf 1.000. Die Mehrheit der geäußerten Bedenken bezog sich auf Unternehmen, die sich nicht an die staatlichen Empfehlungen für Telearbeit hielten – d.h. wenn es Personen nicht gut geht, sollen sie zu Hause bleiben. Wir konnten feststellen, dass Whistleblower große Angst haben, sich anzustecken, belästigt zu werden und den Job zu verlieren, wenn sie Anweisungen nicht Folge leisten. In den Meldungen geht es allerdings auch um Unternehmen, die es ihrer Kundschaft nicht ermöglichen, den Sicherheitsabstand einzuhalten”, erklärt Gunilla Hadders, eine der Mitbegründerinnen von WhistleB.


Gunilla Hadders and Karin Henriksson, Strategic Advisors, Founders of WhistleB

Ein Whistleblowing-System soll Unternehmen ermöglichen, Fehlverhalten zu verhindern und zu managen. Mögliche Fehlverhalten können unter anderem Bestechung, Korruption, sexuelle Belästigung sowie Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Kunden und Beschäftigte sein. Laut der neuen EU-Gesetzgebung, die 2021 in Kraft tritt, müssen Unternehmen mit über 50 Beschäftigten diese Art von Meldekanal bereitstellen.

„Die meisten Unternehmen haben momentan kein Whistleblowing-System. Nun werden sie dazu verpflichtet, effektiven Schutz gegen Vorfälle zu bieten, die sonst schwerwiegende Auswirkungen auf die finanzielle Lage und auch den Ruf des Unternehmens haben könnten. Mit solchen Systemen können Unternehmensleitung und Managementteams schnell Informationen erhalten und reagieren, während die Beschäftigten sich nicht vor Vergeltungsmaßnahmen fürchten müssen, nachdem sie verschiedene Arten unzulässigen Verhaltens gemeldet haben. Es gibt viele Beispiele für Vorfälle, bei denen Schäden dank den Whistleblowern verhindert oder verringert werden konnten“, berichtet Karin Henriksson, die andere Mitbegründerin von WhistleB.

Sie erklärt außerdem: „Es ist verständlich, dass Menschen Angst davor haben, sich mit solchen heiklen Themen auseinanderzusetzen. Das Wichtigste bei dieser Art von Dienst ist also, dass die Nutzer sich sicher fühlen, wenn sie ihn verwenden und sie außerdem anonym bleiben können. Es kann sich häufig um Angelegenheiten handeln, mit denen man sich absolut nicht beschäftigen möchte.”

WhistleB hat ein Handbuch geschrieben, um Unternehmen zu helfen, die nun vor der Herausforderung stehen, vor dem Inkrafttreten der EU-Richtlinie ein Whistleblowing-System zu implementieren. Das Handbuch soll Managementteams und Unternehmensleitung dabei helfen, die typischsten Fallstricke zu meiden und sie während des Prozesses unterstützen.

WhistleB ist ein schwedisches Unternehmen, das 2011 gegründet wurde und sich auf digitale Whistleblowing-Dienste spezialisiert hat. Das Unternehmen ist Teil des internationalen Compliance-Unternehmens, Navex Global, und hat fast 500 Kundinnen und Kunden, die hauptsächlich aus Europa kommen und den Dienst weltweit nutzen.

 

Für weitere Informationen:
Gunilla Hadders, Mitbegründerin, WhistleB Whistleblowing Centre
Tel.: +46 70 214 88 73
E-Mail: Gunilla.hadders@whistleb.com

Karin Henriksson, Mitbegründerin, WhistleB Whistleblowing Centre
Tel.: +46 70 444 32 16
E-Mail: Karin.Henriksson@whistleb.com

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