Noch ein Jahr bis zur Umsetzung der neuen EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern: Ein Whistleblower-System kann schon heute helfen

1. Dezember, 2020

In etwa einem Jahr, wenn die EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern in nationales Recht umgesetzt wird, werden Personen in ganz Europa wahrscheinlich zum ersten Mal den Mut aufbringen, ihre Bedenken zu illegalen Aktivitäten in ihrer Organisation zu äußern. 

Ab Dezember 2021 schützt die neue Richtlinie Whistleblower in Europa, die wegen Gesetzesverstößen Alarm schlagen, beispielsweise Wirtschafts- oder Umweltkriminalität. Ab diesem Zeitpunkt werden Arbeitskräfte und andere Stakeholder ihren Verdacht auf Fehlverhalten innerhalb der Organisation melden können, in der sie tätig sind oder mit der sie zusammenarbeiten, und dabei gesetzlich geschützt sein. 

Gibt es in Ihrer Organisation vielleicht einen Whistleblower, der darauf wartet? Vielleicht.

Alarm zu schlagen ist mit viel Stress und Angst vor Vergeltung verbunden, darum wagen viele Personen es nicht, dies zu tun. In einem Jahr werden Vergeltungsmaßnahmen jedoch rechtswidrig sein und Identitäten müssen dann gemäß der geltenden Gesetze zur EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern vertraulich behandelt werden. Alle Unternehmen mit 250 oder mehr Beschäftigten werden rechtlich dazu verpflichtet sein, einen sicheren Kanal bereitzustellen, über den Whistleblower ihre Bedenken melden können. Wenn der potentielle Whistleblower jedoch kein Vertrauen in den internen Whistleblower-Kanal hat oder keine Reaktion auf seine Meldung folgt, werden Whistleblower auch geschützt werden, falls sie sich dazu entscheiden, ihre Bedenken extern zu melden, beispielsweise bei den Medien. Werden wir deshalb eine Welle von Whistleblower-Meldungen erleben? Werden Marken und der Ruf von Unternehmen auf dem Spiel stehen?  

Das kann niemand sagen, doch dies ist der Grund, warum Sie bereits jetzt überlegen sollten, wie Sie die Marke Ihres Unternehmens im Zuge der EU-Whistleblower-Richtlinie schützen. 

Keiner ethisch handelnden Führungskraft gefällt der Gedanke, dass in ihrem Unternehmen illegale Aktivitäten stattfinden könnten. Warum also ein Jahr warten, um es herauszufinden? Je früher, Sie davon erfahren, desto schneller können Sie einschreiten. Je früher Sie ein sicheres Whistleblower-System einführen, dass Personen wirklich schützt, desto höher stehen die Chancen, dass bedenkliche Vorfälle intern gemeldet werden anstatt extern. Es gibt keinen Grund zu warten, wenn Rufschädigung und finanzielle Verluste verhindert werden sollen.

Zudem sollten noch weitere Aspekte für die Unternehmensmarke berücksichtigt werden, nämlich Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Welchen Eindruck vermittelt es von einer Organisation, wenn die Führungsspitze abwartet und erst am 17. Dezember 2021 ein Whistleblower-System einführt – nur weil sie nun rechtlich dazu verpflichtet ist? Ethische Marken, wie unsere zukunftsorientierten Kundinnen und Kunden, möchten ihre Transparenz zeigen und schon jetzt ihre Beschäftigten schützen. Sie begrüßen Whistleblowing und Offenheit, weil es das Richtige ist und Vertrauen in die Marke schafft. 

Sie gehören gegebenenfalls auch zu den Führungskräften, die jetzt handeln möchten, aber Sie warten noch auf den nationalen Gesetzesvorschlag zur Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern in Ihrem Land. Die gute Nachricht ist, dass es trotzdem vieles gibt, was Sie schon tun können.  Wenn Sie darauf achten, dass Ihre Vorkehrungen die Mindestanforderungen der EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern berücksichtigen, werden Sie auf einem guten Weg sein.

Diese Anforderungen umfassen u. a.:

  • Einführung eines sicheren Meldekanals, der dafür sorgt, dass die Vertraulichkeit für den Whistleblower gewahrt wird
  • Informieren der Beschäftigten, Lieferanten, Partnerorganisationen, Geschäftspartner usw., welche Möglichkeiten es gibt, etwas zu melden, einschließlich externer Meldewege
  • Schutz von Whistleblowern gegen Vergeltung 
  • Auswahl einer geeigneten, unparteiischen Person, die die Meldungen erhalten und weiterverfolgen soll
  • Eingangsbestätigung innerhalb von 7 Tagen und Rückmeldung innerhalb von 3 Monaten

Ein Whistleblower-System kann Ihnen dabei helfen, Ihre Unternehmensmarke sowohl zu schützen als auch zu unterstützen, und Sie müssen kein Jahr warten, um dies zu tun. 

Für weitere Informationen und Tipps, besuchen Sie das Ressourcen-Center zur EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern. Vielleicht haben Sie auch Interesse an einer kostenlosen Testversion des „Ready-to-Launch“-Systems von WhistleB. Es erfüllt die zentralen Anforderungen der neuen Richtlinie und der DSGVO.

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